Man sieht sie immer häufiger im Stadtbild und in der Natur: Gruppen von Segway-Fahrern, die mit ihren rollenden Elektro-Fahrzeugen auf Tour sind. Federleicht scheinen die Freizeitsportler über die Straße und das Gelände zu „schweben“.

Lust aufs Ausprobieren hatten Thorsten Klauke und Anna Grünewald. Der Verlagsleiter und die Anzeigenberaterin der „Ortszeit“ fanden bei den Stadtwerken Ahlen als Verleiher ein offenes Ohr und erhielten von Marketingleiter Thorsten Hatton eine gründliche Einweisung in das Gefährt. Auf die Räder, fertig – so einfach geht das nicht. Vorsichtig ein Bein auf die Trittfläche stellen, das zweite nachziehen, und dann kam der „Wackeleffekt“, den Thorsten Hatton durch einfaches Festhalten der Lenkstange in Grenzen hielt.

Und los ging es: Oberkörper nach vorne lehnen, Stange nach vorne drücken und Fahrt aufnehmen. Erst im Schildkrötentempo, dann immer schneller. Die Segways erreichen eine Geschwindigkeit von 20 Stundenkilometern. Schon nach wenigen Minuten gab sich Thorsten Klauke sehr sicher, steuerte sein Gefährt geschickt um geparkte Fahrzeuge auf dem Firmengelände herum und brachte  seine Lust am neuen Hobby strahlend zum Ausdruck.

„Das ist so toll“, rief er den Beobachtern beim Vorbeifahren zu.

Auf dem Höhepunkt seines Könnens wurde er jäh eingebremst und auf den Boden der Tatsachen zurück geholt: er war in eine Lücke zwischen zwei abgestellten Fahrzeugen gerollt, ein Pkw wollte dort einparken. Was tun? Erst mal mit einem Fuß abspringen, dachte er sich. Doch das Segway liess sich nicht anhalten. Zum Gaudi der Fahrzeuginsassen drehte es sich im Kreis. Zum Glück hatte Thorsten Klauke in Thorsten Hatton eine sichere Unterstützung. „ Mit beiden Füßen das Segway verlassen, dann kommt es zum Stehen“, gab er ihm den Rat und siehe da—alles war plötzlich kinderleicht, „learning by doing“ gilt eben auch hier.

Anna-Lena Grünewald ließ es erst langsam angehen, musste erst „warm“ werden und bewegte sich zunächst im Schneckentempo. Die Angst und Unsicherheit fuhren mit. Doch kaum hatte sie das Prinzip des Lenkens und Beschleunigen durch Körperverlagerung erkannt, war sie nicht mehr zu halten.

Nur sehr ungern gaben beide am Schluss die Geräte zurück und sind sich sicher, den Verleih der Stadtwerke noch einmal in Anspruch zu nehmen. Fünf Segways stehen zur Verfügung. Die Verleihgebühr beträgt für Stromkunden ganztags von 8 bis 8 Uhr 30 Euro, an Wochenenden von Freitag bis Montag 60 Euro, für Nichtkunden gilt die  dreifache Gebühr. Der Helm ist Pflicht, das  Mindestgewicht beträgt 40 Kilo, das Maximalgewicht 120 Kilogramm. Wunschtermine können unter der Telefonnummer 7880 vereinbart werden. Vor jeder Übergabe gibt es eine ausführliche Einweisung.

© Angelika Knöpker